Das Treffen mit meinen Eltern rückte immer nähr und ich wurde auch immer nervöser, denn ich hatte angst. Meine Eltern wollten nicht in die Wohnung von mir und meinem Freund also trafen wir uns vor der Haustür. Ich war sehr überrascht als ich meine Tante da stehen sah. Ich nahm die Hand meines Freundes und ging auf die drei zu. Meine Mutter erhob das Wort. Sie sagte ganz forsch, das zu meinem Freund, das er den Mund halten soll und zu mir sagte sie, das ich sie ausreden lassen soll und dann was sagen kann. Tja meine Mutter fing also an über das zu reden, warum sie sich mit mir treffen wollte. Sie wollte mir nur sagen, das der letzte Wille meiner Oma sei, das ich nicht zu ihrer Beerdigung soll, doch meine Eltern wollten meiner Oma ihren letzten Willen nicht erfüllen, da sie der Meinung waren, das ich meine Oma überalles geliebt habe, ob wohl ich sie jetzt auch noch überalles liebe, denn dank ihr hatte ich eine schöne Kindheit. Naja ich wollte das nicht glauben und fragte meine Mutter, als sie ausgerdet hatte ob das ihr ernst sei. Meine Mutter antwortete mit ja und erhob sich und ging. Da fragte mich meine Tante, ob ich mal kurz mit ihr reden kann. Ich erinner mich kaum noch an das gespräch, ich weis nur noch das ich anfing zu weinen und zu meinem Freund in die Arme flüchtete. Wir haben uns dann zu dritt unterhalten und mein Freund und ich erzählten ihr alles aus unsere Sicht. Sie merkt das meine Eltern wohl doch nicht so die Wahrheit sagten. Dann fuhr sie meine Eltern nach Hause.
Ein paar Tage später klingelte es früh morgens an der Tür. Meine Tante stand mit meinem Onkel vor der Tür. Mein Onkle hatte schon lange vor sich mal mit mir zu unterhalten, doch er wollte sich nie einmischen und hat es deswegen gelassen, doch nach dem Gespräch, was ich mit meiner Tante hatte, wollte er die Wahrheit wissen.
Da waren sie nun, sie sahen wie ich und mein Freund lebten. Sie sahen, das wir in einer sehr dummen Situation waren, denn unsere damalige Wohnung war viel zu klein. Ich kochte Kaffee, denn ich hatte sonst nur Tee zuhause und mein Onkel stellte mir ganz viele Fragen. Mir war es irgendwann schon unangenehm zu sagen, das meine Eltern schlecht sind. Mein Onkel fragte mich, was ich an dem Tag noch so machen will und ich sagte ihm, das ich mir nen Kopf mache, was ich essen soll, denn der Kühlschrank war schon seit Tagen leer. Mein Onkel sagte zu mir, das ich mich anziehen soll und das sie mit mir Einkaufen fahren und ich nicht wiedersprechen soll. Ich zog mich an und schon ging die fahrt los. Als wir bei mir zuhause ankamen hatte ich zwei neue Hosen und mein Kühlschrank war brechend voll. Das wars aber noch nicht. Mein Onkel wollte mir unbedingt noch ne Übergangsjacke kaufen, da ich sowas nicht besaß und immer die Sachen von meinem Freund anzog. Ich fand es gut die Sachen von meinem Freund anzuziehen, nur er fand es nicht toll, denn wenn er seine Jacke anziehen wollte konnte er es nicht, weil ich sie anhatte. Doch das sollte sich ja jetzt ändern. Ich fuhr also mit meinem Onkel und meiner Tante zu ihnen nach Hause, da meine Tante Gutscheine holen wollte und mein Onkel auf eine weitere Shoppingtour keine lust hatte, dafür sollte aber meine Oma mitkommen, die Mutter meiner Mutter. Es war total komisch, bis vor wenigen Tagen hassten mich alles noch und jetzt waren sie plötzlich total freundlich. Ich fühlte mich unwohl. Tja wir waren dann eine Jacke kaufen und fuhren wieder zu meiner Tante. Ich bedankte mich und wollte eingentlich zum Bahnhof laufen um nach Hause zufahren, als meine Tante meinte, das mein Cousin mich fahren wird nach dem Essen. Das war mir nun unheimlich. Ich half beim essen machen und fühlte mich plötzlich zuhause, es war als sein wir eine richtige Familie. Mein Cousin fing sogar an rumzumeckern, weil ich so wenig aß. Als es Zeit wurde nach Hause zufahren nahm mich jeder in den Arm und verabschiedete mich total herzlich. Als ich mit meinem Cousin allein im Auto saß suchte ich das gespräch mit ihm und fragte ihn, warum er nie mit mir reden wollte, er meinte, das er sich nicht einmischen wollte und das wenn er sich eingemischt hätte vielleicht die Beherschung verloren hätte und deswegen hat er es gelassen, er wollte mir nicht weh tun.
An diesem Abend weinte ich mich das erste mal nicht in den Schlaf, denn ich hatte an diesem Tag ein Stück Familie zurück bekommen.